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Ein erlebnisreiches Wochenende...

Dieses Wochenende hatte ich Besuch aus Nairobi - Janine, die einen Tag vor mir angekommen war und in deren Gastfamilie ich waehrend der Einfuehrungswoche in Nairobi untergebracht war, besuchte mich und brachte gleich noch zwei Schweizerinnen und eine Daenin mit, sie alle sind Freiwillige in Nairobi und wollten sich Kisumu als drittgroesste Stadt Kenias und Kisumu anschauen.

Sie kamen Freitag Nachmittag an, worauf wir erstmal in einem fuer kenianische Verhaeltnisse ziemlich teuren Restaurant essen gingen - wir genossen das ueppige Mahl sehr, ansonsten gibt's hier ja eher selten kulinarische Feinheiten..

Waehrend des Essens wurden wir von einem "Tour Guide" angequatscht, der uns eine Bootsfahrt auf dem Lake Victoria anbot, wobei wir auch "Hippos", also Nilpferde, sehen koennten... wir willigten ein, Samstag Morgen ging's dann los... zu acht - wir fuenf, der Fuehrer, ein Steuermann und einer, der hinten im Boot sass und staendig Wasser aus dem offensichtlich undichten Boot rauskippte - ging's ueber den drittgroessten Binnen- und der zweitgroesste Suesswassersee der Welt... das Spannendste an der 1,5-stuendigen Fahrt waren die Nilpferde, die wir tatsaechlich aus ca. 15m Entfernung beobachteten, wie sich im Wasser sonnten - nur ihre Ohren, Maeuler und Ruecken waren zu sehen - riesen Dinger, sehr imposante Tiere!!

Nach der Bootsfahrt schauten wir uns auf den Maerkten Kisumus um, die Maedels kauften Stoff, Schuhe usw. - ich begnuegte mit Leckereien wie frischer Ananas, Mango und Zuckerrohr-Bonbons - seeehr suess!!

Gegen 19 Uhr verabredeten wir uns wieder mit unserem Guide, der waehrend der Bootafahrt einen guten und kompetenten Eindruck gemacht hatte, er wollte uns eine typische Luo-Bar (ca. 80 % der Menschen in und um Kisumu gehoeren diesem drittgroessten Stamm Kenias an) mit Luo-Live-Musik zeigen. Unter freiem Himmel genossen wir die rhythmische, Trommel-bestimmte Musik und tanzten auch ein wenig (afrikanisch, der Guide zeigte uns ein paar Schritte)... so ganz austoben konnten wir jedoch nicht, da uns staendig Leute auf der Tanzflaeche sehr nah kamen, die wohl nur an unsere Handys und Portmonees wollten... 

Gegen halb 10 wollten wir zurueck - um die Zeit kann es fuer Weisse schon ziemlich gefaehrlich draussen sein - unser Guide organisierte uns ein Taxi, wir quetschten uns zu siebt (inklusive Fahrer - nachmittags waren wir bereits zu siebt in einem TukTuk, was eigentlich so gerade 4 Leuten Platz bietet, gefahren) rein und wollten losfahren... draussen ging's ziemlich ab, viele Leute standen im Weg, mussten "weggehupt" werden, viele klopften auf das Auto und ein komischer Typ schien es besonders auf uns abgesehen zu haben... er machte den Kofferraum auf, stellte sich rein und wollte so anscheinend mitfahren - wir hielten an, riefen ihm zu, er solle verschwinden, er kam nach vorne und wollte einsteigen, obowhl wir uns bereits zu dritt vorne und viert hinten in den kleinen Wagen gequetscht hatten - er wollte unbedingt mit - wir verneinten, wollten weiter fahren - schon wieder machte er den Kofferraum auf und stellte sich rein... schliesslich wurde es uns zu bunt, wir stiegen aus und nahmen uns ein TukTuk... mal  wieder zu siebt in dem "Dreirad mit Moped-Motor"... wir erfuhren, dass der Quaelgeist aus dem Kofferraum ein Partner des Taxifahrers war - hier fuehren wohl immer 2 Leute zusammen ein Taxi, und der nette Herr wollte seinen Partner unter keinen Umstaenden alleine fahren lassen und selber zurueckgelassen werden... naja, mit dem TukTuk ging's dann einigermassen bequem und schnell nach Hause...

Am naechsten Morgen ging's nach Kakamega, um das "Kakamega  Forest Reserve", einen mittlerweile kleinen, frueher sehr grossflaechigen Regenwald ca. 50km noerdlich von Kisumu, zu durchwandern... mit Matatu, ca. 18 Leuten in einem 15-sitzigen Bulli, erreichten wir Kakamega in einer Stunde. Von dort mussten wir noch die ca. 15km mit Taxi zum Regenwald fahren. Dazu muss gesagt werden, dass es einen noerdlichen und einen suedlichen Teil des Regenwaldes gibt, wir hatten uns fuer den suedlichen entschieden, da dort die Eintrittspreise deutlich niedriger waren und wir uns dort schon eine Unterkunft ausgeguckt hatten - wir konnten vorher nicht nach freien Kapazitaeten fragen, sondern hofften einfach auf unser Glueck... wir nahmen ein Taxi, sagten, wir wollten zum "Forest Rest House" am suedlichen Teil des Regenwaldes, stiegen ein, fuhren los und kamen auch gut und schnell an... dort angekommen erkundigten wir uns nach einer Unterkunft, waehrend der Taxifahrer noch wartete - leider war nix mehr frei. Ploetzlich fiel uns auf - am Namen der dortigen Unterkunft - dass wir statt am suedlichen am Eingang des noerdlichen Teils abgesetzt wurden, und dort wollten wir nicht hin. Wir machten den zunaechst eher uneinsichtigen und veraergerten Taxifahrer darauf aufmerksam - schliesslich machten wir uns doch auf den Weg zum suedlichen Teil - wir diskutierten eifrig, versuchten dem Taxifahrer zu erklaeren, dass wir dachten, wir haetten uns verstaendlich ausgedrueckt und dass der Fehler doch bei ihm bzw. seinem Bruder (sein Bruder war anscheinend sein Taxi-Fahrer-Kompane) laege... er sagte, die Touristen wuerden sonst fast alle zum noerdlichen Teil fahren und der Weg zum suedlichen sei viel laenger. Naja, wir vereinbarten, ihm ein wenig mehr als den vereinbarten Preis zu geben - er sollte uns am naechsten Morgen auch wieder abholen und wir wollten nichts dem Zufall ueberlassen, gerade bei der kenianischen Unzuverlaessigkeit und weil die 4 Maedels um halb 8 ihren Bus Richtung Nairobi erreichen mussten.

Also, schlieeslich am suedlichen  Regenwald und am Forest Rest House angekommen mussten wir feststellen, dass es weder dort noch im benachbarten Resort Platz fuer uns gab...                        Mist! Naja, wir hatten einigermassen Glueck:  fuer ca. 4 Euro (statt 5 Euro in dem Rest House)  konnten wir es uns in einem kleinen Haeuschen, ca. 12-13qm Flaeche, "gemuetlich" machen, wir bekamen sogar Matratzen und Decken - naja, besser als gar nix!

Wir buchten fuer 5 Euro pro Person eine gefuehrte 2,5-stuendige Tour durch den Regenwald... recht interessant, ich hatte mir einen Regenwald aber noch unterschiedlicher zum deutschen Wald vorgestellt, noch "verregneter", feuchter' mehr Tiergeschrei - naja, zumindest niedliche, grosse, kleine, junge, ausgewachsene Affen, eine Kroete, Libellen und Schmetterlinge sahen wir aus naechster Naehe! Unsere Fuehrerin bot uns noch eine weitere Tour an: zum Sonnenuntergang auf einen Huegel mit tollem Ausblick - ca. 7km hin wandern, Sonnenuntergang bestaunen, 7km zureck wandern - ca. 4 Euro pro Person - da wir fuer den Abend nix Besonderes geplant hatten,  stimmten wir ein und machten uns auf den langen Weg... das Wandern und Huegel-Besteigen war ganz cool, der Sonneuntergang leider von einige Wolken bedeckt, einige schoene Fotos gibt's trotzdem - nach ca. dreieinhalb Stunden waren wir wieder zurueck und fielen recht geschafft in unsere Betten. Vorher hatte unser Taxifahrer uns noch angerufen und den Preis erhoeht - der Preis wuerde fuer den suedlichen Teil nicht reichen - wir sagten ihm zu, ein bisschen mehr zu bezahlen, wenn er denn puenktlich sein wuerde, denn das war sehr wichtig fuer die 4 Maedels, die ihre Bustickets fuer 7:30 Uhr bereits bezahlt hatten...

Und wie puenktlich der Taxifahrer war - 10 Minunten vor der vereinbarten Zeit war er bei uns! Los ging's - nach ca. 1km vermisste eine der Maedels ihre Jacke, die sie wohl in unserer Huette vergessen hatte - die Zeit wurde knapp, wir mussten umkehren, wofuer der Taxifahrer auch noch einen kleinen Auschlag verlangte - das und die vorherigen Ereignisse schraubten den Preis von den anfangs vereinbarten ca. 16 Euro auf 25 Euro... kurz bevor wir unsere Huette erreichten, fiel dem Maedel auf, dass sie ihre Jacke doch dabei hatte - als sie kurz zuvor geguckt hatte, schimmerte diese Jacke, die nun doch ihre war, dunkelrot statt braun, sie dachte, es waere nicht ihre gewesen - naja, wieder umkehren und schneeeell zum Bus! Achja, das selbe Maedel hatte gestern Mittag bereits ihre Essens-Tuete im Taxi vergessen, die sie nun heute Morgen vom Taxifahrer zurueck bekam...

Wir waren puentklich zurueck am Bus-Stop in Kakamega, wo der Bus eine Stunde Verspaetung hatte - also haetten wir noch fuenfmal umkehren und etwas vermeintlich Vergessenes abholen koennen...

Wir verabschiedeten uns, ich nahm ein Matatu zurueck nach Kisumu, die Maedels fuhren mit Bus nach Nairobi...

Tja, und jetzt werde ich gleich meinen freien Tag (Feiertag - wie auch in Deutschland?) geniessen...

Bald hab' ich die Haelfte meiner zweieinhalb Monate in Kenia hinter mir!

Gruesse

Tobias

1.6.09 09:14
 


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